
Die Burg
Die Densburg liegt am südwestlichen Ortsrand von Densberg (https://maps.app.goo.gl/3M495EGzcnbEogx7A) Koordinate (50.99207808333333, 9.089930222222202) auf einem spornartigen Steilhang über der Gilsa. Die im Jahr 1085 erstmals erwähnte Burganlage diente aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage im Hoch- und Spätmittelalter als mainzischer Stützpunkt in den Auseinandersetzungen mit den Landgrafen von Thüringen und später mit den Landgrafen von Hessen. Bei der Densburg handelt es sich um eine ehemalige kleine Turmburganlage samt Wohngebäuden. Erstmals zerstört wurde Burg Densberg 1232 von Landgraf Konrad von Thüringen im Rahmen seiner Verwüstungskampagne mainzischen Besitzes in Niederhessen. Abermals zerstört wurde die Densburg dann im Jahr 1350 durch hessische Truppen während der Dernbacher Fehde. Im Verlauf des sog. Hessischen Bruderkrieges zwischen Landgraf Ludwig II. von Niederhessen und Heinrich III. von Oberhessen zerstörten im Jahr 1469 böhmische Söldner Burg Densberg erneut. Die Burganlage wurde nach der Zerstörung 1469 nicht wieder aufgebaut. Erhalten sind der Ringwall samt Graben, der in den Felsen gehauene Halsgraben sowie einige Mauerabschnitte.
Besitzgeschichte
1085 steht das Erzbistum Mainz im Besitz von Burg Densberg. Für die Jahre 1197 bis 1200 ist ein Burgmann (castellani) auf der Densburg erwähnt. Nachdem sie 1232 von Landgraf Konrad von Thüringen zerstört wurde, wird die Burg 1346 oder 1367 neu erbaut und als mainzisches Lehen an die von Falkenberg vergeben. 1350 kommt es zur erneuten Zerstörung der Burganlage durch hessische Truppen im Rahmen der Dernbacher Fehde. Danach scheint die Burg durch die Grüßing abermals errichtet worden zu sein. 1354 vereinbaren Mainz und Hessen auf Grundlage eines Sühnevertrages die Niederreißung der Densburg, die 1355 allerdings nur in Teilen erfolgt. Im Jahr 1359 erlaubt Erzbischof Gerlach von Mainz Johann von Falkenberg genannt Grüßing, im Dorf Densberg einen Burgsitz zu bauen. Derselbe soll auf Burg Densberg Erbburgmann und mit den Dörfern Densberg und Rommershausen samt Gericht, Gütern und Gefällen ausgestattet werden. 1427 gelangt ein Teil der Densburg als Lehen an einen Zweig der Familie von Dernbach. Im Jahr 1450 tritt Elsa von Linsingen, geborene von Falkenberg, ihren Teil der Burg an Hans von Falkenberg ab. Für das Jahr 1455 ist ein Streit um Burg Densberg zwischen den von Dernbach und den von Falkenberg belegt. Hans von Urff trägt 1458 die Burg als hessisches Lehen. 1483 veräußert Heinrich von Urff Burg Densberg an Landgraf Wilhelm I., der sie 1489 Hermann Huhn von Elkershausen, Amtmann zu Schönstein, überträgt. Im Jahr 1506 versetzt Landgraf Wilhelm II. die Densberg an Otto Hund.
Abgang
Nach der Versetzung an Otto Hund im Jahr 1506 scheint die Densburg, die nach den Zerstörungen des Jahres 1469 nur teilweise wiederaufgebaut worden war, allmählich verfallen zu sein. Die Einwohner von Densberg nutzten die Ruine anschließend als Steinbruch.
Quelle: Lagis
Bilder: Harald England